Vincent Wolfsteiner

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Boris Orlob

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Der in München geborene Tenor Vincent Wolfsteiner zählt zu den international gefragten Interpreten des dramatischen Fachs. Engagements führen ihn an bedeutende Opernhäuser und internationale Konzertpodien, wobei seine künstlerischen Schwerpunkte im Wagner-, Strauss- und Verdi-Fach liegen. Er arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim sowie zahlreichen internationalen Orchestern zusammen. 

In der Saison 2026/27 ist Vincent Wolfsteiner unter anderem als Paul in Erich Wolfgang Korngolds Die tote Stadt am Staatstheater Karlsruhe zu erleben. 

Zu den herausragenden Karrierehöhepunkten des Tenors zählen seine Interpretationen zentraler Wagner-Partien, darunter Siegfried, Lohengrin, Tristan (Tristan und Isolde) und Erik (Der fliegende Holländer). Weitere bedeutende Wagner- und Strauss-Interpretationen führten ihn an Häuser wie die Wiener Staatsoper, wo er als Herodes (Salome) sowie zu den Bayreuther Festspielen, wo er als Siegmund (Die Walküre) zu erleben war. Zudem sang er als Siegfried (Siegfried / Götterdämmerung) im Ring des Nibelungen in konzertanter Fassung unter der musikalischen Leitung von Marek Janowski mit den Dresdner Philharmonikern und beim Spring Festival in Tokyo mit dem NHK Symphony Orchestra. An der Oper Frankfurt debütierte er als Otello und entwickelte dort ein umfangreiches Repertoire im dramatischen Fach, zu dem unter anderem auch Peter Grimes und Calaf (Turandot) gehören. 

Besondere Aufmerksamkeit erhielten zudem seine Auftritte als Lohengrin (Lohengrin) beim Tokyo Spring Festival sowie als Tannhäuser (Tannhäuser) und als Tristan (Tristan und Isolde) an der Staatsoper Unter den Linden. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen außerdem Der Kaiser (Die Frau ohne Schatten) an der Opéra de Lyon, Sergej (Lady Macbeth von Mzensk) an der Staatsoper Hamburg sowie seine Debüts als Paul (Die tote Stadt) an der Bergen National Opera und als Pollux (Die Liebe der Danae) an der Bayerischen Staatsoper München.

Während seines Studiums in den USA machte sich Vincent Wolfsteiner mit Partien wie Rodolfo (La bohème), Don José (Carmen), Turiddu (Cavalleria rusticana), Corrado (Il Corsaro) und Canio (Pagliacci) auf sich aufmerksam. Seine europäische Karriere führte ihn an das Volkstheater Rostock, die Staatsoper Hannover, die Komische Oper Berlin, das Staatstheater Darmstadt, das Oldenburgische Staatstheater sowie das Opernfestival Heidenheim, wo er ein breites Spektrum des deutschen und italienischen Repertoires interpretierte, darunter Siegmund (Die Walküre), Florestan (Fidelio), Aegisth (Elektra), Bacchus (Ariadne auf Naxos) und Piccolomini (Wallenstein). Von 2012 bis 2014 war er Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg.

Vincent Wolfsteiner ist auch als Konzertsänger international gefragt. Sein Konzertrepertoire umfasst unter anderem Mozarts Requiem, Beethovens Sinfonie Nr. 9, Mendelssohns Elias, Schumanns Faust-Szenen, Schönbergs Gurre-Lieder sowie Mahlers Sinfonie Nr. 8 und Das Lied von der Erde. 

Vincent Wolfsteiner studierte am New England Conservatory und debütierte während seines Studiums als Rodolfo (La bohème) an der Granite State Opera. 

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