Tómas Tómasson
Der isländische Bass-Bariton Tómas Tómasson zählt zu den eindrucksvollsten Sängerdarstellern der internationalen Opernszene und zeichnet sich durch seine vokale Durchschlagskraft und eine außergewöhnlich starke Bühnenpräsenz (“a dark vocal richness and impressive stage presence” – DC Theatre Scene) aus. Als gefeierter Interpret moderner Musik stand er in zahlreichen bedeutenden Uraufführungen auf der Bühne.
Sein breit gefächertes Repertoire reicht von Verdi und Puccini über Wagner und Richard Strauss, Tschaikowski, Mussorgski und Prokofiew bis hin zu Zemlinsky, Glass und zeitgenössischer Musik.
In der aktuellen Spielzeit 2026/27 kehrt Tómasson u.a. als Maljuta-Skuratow in Rimski-Korsakows Die Zarenbraut an die Staatsoper Berlin, als Kaspar in einer Neuproduktion von Der Freischütz an die Staatsoper Prag, als Amfortas und Klingsor in Parsifal an das Goetheanum sowie als Fasolt in einer konzertanten Aufführung von Das Rheingold nach Hangzhou zurück.
Im Laufe seiner Karriere stand Tómasson auf den Bühnen zahlreicher renommierter Opern- und Konzerthäuser weltweit wie das Royal Opera House Covent Garden, Teatro alla Scala Mailand, die Wiener Staatsoper, Opéra National de Paris, Bayerische Staatsoper München, Dresdner Semperoper, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Komische Oper Berlin, Hamburgische Staatsoper, Oper Köln, das Teatro dell‘Opera di Roma, Teatro Regio Turin, Teatro San Carlo Neapel, Teatro Real de Madrid, Théâtre de la Monnaie Brüssel, Grand Théâtre de Genève, die Nederlandse Opera Amsterdam, Royal Danish Opera Kopenhagen, Lyric Opera Chicago, Los Angeles Opera, San Francisco Opera, Washington National Opera und New National Theatre Tokyo.
Dort arbeitete er mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Daniel Barenboim, Antonio Pappano, Andris Nelsons, Simone Young, René Jacobs, Fabio Luisi, Stefan Soltesz, Hartmut Haenchen, Mark Elder, Carlo Rizzi, James Conlon, Juraj Valčuha, Ingo Metzmacher, Jakub Hrůša, Lorin Maazel und Semyon Bychkov zusammen.
Jüngste Highlights moderner und zeitgenössischer Musik waren die Partien des Wesener in Zimmermanns Die Soldaten (konzertant mit dem Gürzenich-Orchester Köln), des Löwel Perl in Pendereckis Die Schwarze Maske (konzertant mit dem Polish National Radio Symphony Orchestra), des Créon in der Uraufführung von Pascal Dusapins Antigone mit dem Orchestre de Paris und Klaus Mäkelä sowie des Man in black in der Uraufführung von Péter Eötvös’ Oper Sleepless an der Staatsoper Unter den Linden Berlin mit Wiederaufnahmen in Genf und Budapest.
Weitere Höhepunkte waren Dino in der Uraufführung von Beat Furrers La Bianca Notte an der Hamburgischen Staatsoper sowie Amfortas in der aufsehenerregenden Uraufführung des Mondparsifal Alpha 1-8 von Jonathan Meese bei den Wiener Festwochen unter Simone Young und im Mondparsifal Beta 9-23 bei den Berliner Festwochen.
Zu seinen erfolgreichsten Partien auf der Opernbühne gehören außerdem u.a. Amfortas und Klingsor/Parsifal, Telramund/Lohengrin, Holländer/Der fliegende Holländer, Scarpia/Tosca, Jochanaan/Salome, Orest/Elektra, Wotan/Das Rheingold/Walküre, Wanderer/Siegfried, Alberich/Ring, Hans Sachs/Die Meistersinger von Nürnberg, Tomski/Pique Dame, Dikój/Katia Kabanova, Jaroslav Prus/Die Sache Makropulos, Don Pizzaro/Fidelio, Herrscher/Das Wunder der Heliane, Napoleon in Prokofjews Krieg und Frieden sowie die Titelpartien in Wozzeck und in Reimanns Lear.
Im Konzertbereich singt er u.a. Verdis Requiem, Beethovens 9. und Mahlers 8. Sinfonie.
Tómasson studierte am Reykjavik College of Music sowie am Royal College of Music in London, wo er mit Auszeichnung abschloss.
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Tre sbirri, una carrozza … Va Tosca (Te Deum) - Tómas Tómasson