Moritz Kallenberg
Moritz Kallenberg gehört zu einer neuen Generation von Tenören, die für stilistische Vielseitigkeit, ein breit gefächertes Repertoire und außergewöhnliche musikalische Flexibilität stehen. Als Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart und international gefragter Konzert- und Oratoriensänger gastiert er regelmäßig an bedeutenden Opernhäusern, Festivals und Konzertstätten. Seine intensive Bühnenpräsenz und gestalterische Ausdruckskraft machen ihn zu einem herausragenden Sängerdarsteller. Er arbeitet mit renommierten Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Marek Janowski, Diego Fasolis, Thomas Guggeis, Cornelius Meister, Alan Gilbert, Sir Simon Rattle, Leonardo García Alarcón, Stefano Montanari, Benjamin Bayl und Christopher Moulds sowie mit namhaften Regisseuren wie Calixto Bieito, Jossi Wieler, Stephan Kimmig und Sergio Morabito, Kirill Serebrennikov und Floris Visser bereits zusammen.
In der Spielzeit 2026/27 ist Moritz Kallenberg an seinem Stammhaus in Stuttgart in mehreren Neuproduktionen zu erleben: unter GMD Nicholas Carter singt er den Boris Ismailow (Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk) sowie unter Titus Engel den Admete (Gluck, Alceste) mit anschließendem Gastspiel bei den Wiener Festwochen.Weitere Partien sind der Steuermann (Der fliegende Holländer), David (Die Meistersinger von Nürnberg) sowie Lehrer/Mücke (Janáček, Das schlaue Füchslein). Als Melot (Tristan und Isolde) gastiert er beim Taipei Symphony Orchestra in Taiwan.
Im Konzertbereich setzt Kallenberg die Zusammenarbeit mit Thomas Hengelbrock und dem Balthasar Neumann Ensemble fort und gestaltet im Château de Fontainebleau Konzerte innerhalb der Reihe „Marie-Antoinette – Reine musicale“. Mit Les Arts Florissants unter Paul Agnew interpretiert er erneut Acis and Galatea in der Philharmonie de Paris, verbunden mit einer CD Produktion. Zudem singt er den Evangelisten in Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Basler Bach-Chor in Basel, dem Hymnus Knabenchor in Stuttgart sowie in der Isarphilharmonie München unter Fabio Biondi und übernimmt erneut den Evangelisten in Bachs Matthäus-Passion beim Danish Philharmonic Orchestra sowie bei der NDR Radiophilharmonie und dem NDR Vokalensemble unter Klaas Stok.
Zu den jüngsten Höhepunkten zählen seine Rollendebüts als Tamino (Die Zauberflöte) und Don Ottavio (Don Giovanni) an der Staatsoper Stuttgart. Darüber hinaus war er erneut bei den Händel-Festspielen Karlsruhe in Atalanta zu Gast. Im Konzertbereich führten ihn Engagements mit Rossinis Petite Messe solennelle unter Thomas Hengelbrock zurück in die Elbphilharmonie Hamburg, mit Haydns Harmoniemesse unter William Christie nach Madrid, mit Bachs Matthäus-Passion unter Leonardo García Alarcón nach Rotterdam sowie mit Mozarts Missa c-Moll unter Diego Fasolis nach Mailand.
Während seiner Ensemblezeit an der Staatsoper Stuttgart debütierte er zahlreiche zentrale Partien, darunter Graf Hohenzollern (Henze, Der Prinz von Homburg), Thespis und Mercure (Rameau, Platée), Oronte (Alcina), Froh und Loge (Rheingold), Narraboth (Salomé) sowie die Titelpartie in Monteverdis L’Orfeo. Weitere Höhepunkte waren der Evangelist in der szenischen Johannes-Passion, Olivier Messiaens Saint François d’Assise, die Uraufführung der Hybridoperette Hotel Savoy, die Neuproduktion von Casanova (Strauss/Benatzky) sowie Gomatz (Mozart, Zaide).
Parallel führten ihn Gastengagements an Opernhäuser wie dem Theater an der Wien, der Opera Royal de Versailles, Palau de les Arts Valencia, Tokyo Opera City, Théâtre Graslin in Nantes, Aalto-Theater Essen, Komische Oper Berlin, Festspielhaus Baden Baden oder der Opéra National du Rhin Strasbourg. Als gefragter Konzertsänger ist er regelmäßig im In- und Ausland zu erleben. Er ist regelmäßig in der Pariser Philharmonie, Amsterdam Concertgebouw, Philharmonie Berlin, Gewandhaus Leipzig, Tonhalle Zürich und Philharmonie Köln zu Gast.
Höhepunkte dieser vielen Engagements waren Hyllus (Hercules) bei den Händel-Festspielen Karlsruhe, (Platée) an der Semperoper Dresden, Male Chorus (The Rape of Lucretia) am Teatro Petruzzelli in Bari, Andres (Wozzeck) unter Alan Gilbert und dem NDR Elbphilharmonie Orchester beim Internationalen Musikfest Hamburg .
Eine prägende Zusammenarbeit verbindet ihn mit Les Arts Florissants und William Christie, mit denen er auf zahlreichen internationalen Konzertreisen mit u. a. Haydns Die Jahreszeiten, Ariodante, Bachs Johannes-Passion, Händels Israel in Egypt sowie als Belfiore (La finta giardiniera) zu hören war.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Konzerttätigkeit liegt auf den Partien Johann Sebastian Bachs. Mittlerweile zählt er zu den gefragtesten Evangelisten den er u.a. in der Johannes-Passion unter Diego Fasolis mit I Barocchisti und dem Chor des RSI in Lugano sowie mit dem Tölzer Knabenchor und dem Orchestre de l’Opéra Royal in Versailles, verbunden mit einer CD-Produktion, sowie mit dem Orchestra Sinfonica di Milano unter Ruben Jais in Mailand sang.
Darüber hinaus gastierte er regelmäßig in Italien. Mit dem Orchestra Sinfonica di Milano sang er Beethovens 9. Sinfonie in Mailand und Luzern unter Thomas Guggeis sowie erneut unter Krzysztof Urbański. Weitere Höhepunkte waren Mendelssohns Lobgesang unter Tomáš Netopil am Teatro Petruzzelli in Bari, Berlioz’ L’enfance du Christ mit François-Xavier Roth und dem Gürzenich-Orchester im Kölner Dom und Brittens Horn Serenade unter Malin Broman und dem Ostrobothnian Chamber Orchestra in Kokkola/ Finnland.
Moritz Kallenberg studierte an der Hochschule für Musik Freiburg bei Reginaldo Pinheiro sowie am Conservatorio Luigi Cherubini in Florenz. Als mehrfacher Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang 2016, des Carl-Seemann-Preises und als Stipendiat der Helene Rosenberg Stiftung entwickelte er früh ein eigenständiges künstlerisches Profil.
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Haydn: The Seasons, secular oratorio, Hob. XXI:3 | William Christie & Les Arts Florissants