Matthew Wild

Artist Manager

Ingunn Sighvatsdóttir

ingunn@orlob.net+49 173 2067821

Der in Südafrika geborene Regisseur Matthew Wild hat sich als einer der gefragtesten Regisseure seiner Generation in Europa etabliert, wo seine Inszenierungen für ihre konzeptionelle Intelligenz, visuelle Bravour, Musikalität und „handwerklich brillante Personenregie“ (NZZ) gelobt werden. Im Jahr 2024 wurde seine bahnbrechende Inszenierung von Wagners Tannhäuser für die Oper Frankfurt als eine von fünf Produktionen mit dem Preis „Aufführung des Jahres” der Opernwelt ausgezeichnet. 2026 folgte eine Nominierung für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST für seine Inszenierung von Brittens Peter Grimes am Theater Bielefeld. 

In der Spielzeit 2026/27 kehrt Wild an die Oper Frankfurt mit Tschaikowskis Mazeppa und Martinůs Die griechische Passion zurück und inszeniert zudem erstmals am Staatstheater Hannover (Kander & Ebbs Kiss of the Spider Woman) und an der Deutschen Oper am Rhein (Puccinis Manon Lescaut). 

Neben Peter Grimes gab Matthew Wild in der vergangenen Saison 25/26 äußerst erfolgreiche Debüts am Theater Bonn mit Rossinis Il barbiere di Siviglia und an der Norwegischen Nationaloper mit Mozarts Le nozze di Figaro.
Weitere jüngste Erfolge waren Larsons Rent am Theater St. Gallen, Tschaikowskis Mazeppa und Humperdincks Königskinder für die Tiroler Festspiele Erl, Hermans La Cage aux Folles für das Staatstheater Kassel und Verdis Macbeth für die Ungarische Staatsoper. Im Jahr 2022 wurde seine von der Kritik hochgelobte Inszenierung von Gershwins Porgy & Bess für das Theater an der Wien für vier Preise beim Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert, darunter für die beste Gesamtproduktion. Frühere Produktionen in Europa umfassten Mozarts Don Giovanni und Puccinis La bohème am Konzert Theater Bern, Katya Kabanova für das Hessische Staatstheater Wiesbaden und Boesmans’ Julie für NorrlandsOperan und die Malmö Opera.

Von 2015 bis 2021 war Wild künstlerischer Leiter der Cape Town Opera, wo er sich einen Ruf als visionärer, inspirierender und kooperativer Leiter erwarb, der das Programm des Ensembles in seiner Heimat radikal neu belebte und gleichzeitig dessen Ruf als Tournee-Ensemble von Weltklasse ausbaute. Zu seinen zahlreichen Produktionen für die CTO zählen Glucks Orphée et Eurydice, Donizettis Maria Stuarda, Wagners Der fliegende Holländer, Mozarts Die Zauberflöte, Cosi fan tutte und Don Giovanni, Richard Strauss’ Salome, Rossinis Il viaggio a Reims, Puccinis Suor Angelica und Strawinskys The Rake’s Progress. Zu seinen jüngeren Arbeiten in Südafrika zählen Brecht/Weills Die sieben Todsünden und Händels Alcina.

Auch als Musical-Regisseur ist Wild erfolgreich. 2013 gab er sein Musiktheaterdebüt am Fugard Theater mit O’Briens The Rocky Horror Show, einer Produktion, die zwei Jahre lang die Kassenrekorde brach und mehrfach ausgezeichnet wurde. Für dasselbe Theater hat er seitdem Kander und Ebbs Cabaret (2015), Bernsteins West Side Story (2015 – 2018), Stynes Funny Girl (2017) und Cyndi Laupers Kinky Boots (2019) inszeniert. Sein europäisches Musiktheaterdebüt folgte im selben Jahr mit Kander und Ebb’s Chicago für das Staatstheater Braunschweig.

Bevor er 2009 sein Opernregiedebüt in Schweden gab, studierte Matthew Wild Schauspiel und Englisch an der Universität von Kapstadt, arbeitete professionell als Schauspieler und Dramatiker und war als Regisseur für Sprechtheater tätig, von neuen Stücken bis hin zu Shakespeare-Komödien.

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