Dagmar Manzel

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Boris Orlob

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Siehe Dagmar Manzel (Regisseurin)

Die Berliner Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin Dagmar Manzel verbindet schauspielerische Wandlungsfähigkeit mit musikalischer Ausdruckskraft und einer unverwechselbaren Bühnenpräsenz. Sie singt, sie tanzt, sie spielt sich die Seele aus dem Leib. Wie kaum eine Schauspielerin schafft sie es, sich jede Rolle chamäleongleich zu verwandeln – sie ist mal die rotzfreche Göre mal die Dame von Welt und spielt dabei nie eine Rolle, sondern verkörpert diese mit Leib und Seele. Davon zeugen Auszeichnungen wie der Adolf-Grimme-Preis, die Auszeichnung zur Schauspielerin des Jahres, der Deutsche Fernsehpreis, der Deutsche Schauspielerpreis und der Deutsche Filmpreis.

Neben Theater, Film und Fernsehen gilt Dagmar Manzels Liebe aber auch der Musik. Mit großen Liederabenden und Hauptrollen in Musiktheaterproduktionen, sowie zunehmend mit ihrer Regietätigkeit, begeisterte sie das Publikum unter anderem an der Komischen Oper Berlin, der Oper Köln, dem Hans-Otto Theater Potsdam, dem Deutschen Theater und insbesondere an der Cité de la Musique in Paris, der Wigmore Hall in London, dem Edinburgh International Festival, der Choriner Sommer, den Salzburger Festspielen, dem Konzerthaus und der Philharmonie Berlin.

In der Saison 2026/27 ist Dagmar Manzel an der Komischen Oper Berlin als Narr in Aribert Reimanns Lear zu erleben. Im Frühjahr 2027 ist sie zudem dort als Golde (Anatevka) sowie in der eigens für sie komponierten Uraufführung Cast a Diva von Iiro Rantala und in der Regie von Ingo Kerkhof zu erleben. 

Eine enge künstlerische Verbundenheit verbindet Dagmar Manzel seit über zwei Jahrzehnten mit der Komischen Oper Berlin, wo sie in zahlreichen zentralen Produktionen des Musiktheaters zu erleben war. Zu ihren herausragenden Partien zählen unter anderem Cleopatra (Die Perlen der Cleopatra), Daisy Darlington (Ball im Savoy), Manon (Eine Frau, die weiß, was sie will), Lilli Vanessi (Kiss me, Kate), Ottilie (Im weißen Rössl), Anna (Die sieben Todsünden) und Golde (Anatevka). Mit Produktionen des Hauses gastierte sie außerdem an bedeutenden Bühnen wie der Philharmonie Köln, der Hamburgischen Staatsoper und der Staatsoperette Dresden. In der Saison 2024/25 kehrte sie als Mrs. Lovett in der gefeierten Neuproduktion von Sweeney Todd an der Komischen Oper Berlin auf die Bühne zurück.

Abseits der Operettenbühne überzeugt Dagmar Manzel mit eigenen Konzert- und Liedprogrammen. Mit MENSCHENsKIND und SEHNSUCHT, beide auch als CD erschienen, entwickelte sie gefeierte musikalische Abende, die sie durch zahlreiche deutsche Städte führten und bei renommierten Veranstaltungen wie den Rheingau Musikfestspielen, den Maifestspielen Wiesbaden und an der Oper Frankfurt präsentiert wurden. 

Im zeitgenössischen Musiktheater übernahm Dagmar Manzel die Hauptpartie in der Uraufführung von Helmuth Oehrings Agota am Staatstheater Wiesbaden. An der Bayerischen Staatsoper war sie mit Die Geschichte vom Soldaten von Igor Strawinsky unter der Leitung von Vladimir Jurowski erfolgreich zu erleben. Bei den Salzburger Festspielen interpretierte sie Cassandra mit dem ensemble modern.

Dagmar Manzel ist Absolventin der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin und begann ihre Laufbahn am Theater, bevor sie sich als eine der prägenden Schauspielerinnen ihrer Generation in Musiktheater, Film und Fernsehen etablierte. Ihre künstlerische Entwicklung führte sie früh an bedeutende große Bühnen und Institutionen und mündete in einer kontinuierlichen Verbindung von Schauspiel, Musiktheater, Konzert und Regie.

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