Biografie

Franz Mazuras Debüt wurde durch die Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges hinausgezögert und erfolgte nach seiner Ausbildung durch Fred Husler in Detmold erst 1955 als Bassist am Staatstheater von Kassel. Er sang dann in den weiteren Jahren am Stadttheater Mainz sowie am Staatstheater Braunschweig bevor er von 1964 bis 1987 - jetzt hauptsächlich als Bariton - am Nationaltheater Mannheim engagiert war. Er gastierte bei den Salzburger Festspielen von 1960 als Cassandro/La finta semplice von Mozart und sang dort 1970 den Pizarro/Fidelio. 1963 war er Mitglied der Deutschen Oper Berlin. Gastspiele brachten ihm an den großen deutschen Bühnen wichtige Erfolge ein. 1973 schloß er einen Gastspielvertrag mit der Staatsoper von Hamburg ab.
 
Er war ein hervorragender Wagner-Interpret, wobei der Alberich im Ring des Nibelungen als seine Glanzrolle galt. Weitere Höhepunkte in seinem Bühnenrepertoire waren der Pizarro/Fidelio, der Scarpia/Tosca, der Jochanaan/Salome und der Moses/Moses und Aron von Schönberg. Seit 1972 ist er gerne gesehener Gast an der Grand Opéra Paris. Dort wirkte er am 24.2.1979 in der Uraufführung von Alban Bergs Oper Lulu in der von F. Cerha neu bearbeiteten dreiaktigen Fassung in der Rolle des Dr. Schön mit. Er erschien auch an der Staatsoper Wien, am Teatro Colón Buenos Aires und an den Opern von San Francisco, Brüssel, Nizza und Straßburg. Seit 1980 ist Mazura Mitglied der New Yorker Metropolitan Oper New York (Debüt als Dr. Schön/Lulu), an der er den Klingsor wie den Gurnemanz/Parsifal, den Alberich/Nibelungenring, den Rangoni/Boris Godunow, den Creon/Oedipus Rex von Strawinsky, den Doktor/Wozzeck, den Frank/Fledermaus und 1989 den Flint/Billy Budd von Benjamin Britten und den Geisterboten/Frau ohne Schatten von R.Strauss sang. 1984 trat er an diesem Haus in einem Galakonzert zum 25jährigen Jubiläum von Leonie Rysanek mit Szenen aus Wagner-Opern auf.
 
Einen der größten Erfolge seiner Karriere hatte er, als er beim Israel Festival 1974 im antiken Theater von Caesarea den Moses/Moses und Aron gestaltete. 1975-80, 1982-85, 1988-93 und 1995 feierte er ebenso große Erfolge bei den Bayreuther Festspielen als Klingsor/Parsifal. In Bayreuth hörte man ihn weiter als Biterolf/Tannhäuser (1972-74, 1977-78), als Marke/Tristan (1975), als Alberich (1972-75), als Wanderer (1988) und als Gunther (1971-75, 1977-80, 1984-86) im Ring-Zyklus. 1991 nahm er am Opernhaus von Köln an der deutschen Erstaufführung der Oper Der Meister und Margarita von York Höller teil.
 
In den letzten Jahren war er vor allem als Schigolch/Lulu u.a. an der Metropolitan Opera New York, der Bayerischen Staatsoper München, der Opéra National de Paris sowie am Théâtre du Capitole in Toulouse zu hören. Mazura war außerdem zu Gast an der Opéra de Lyon, der Mailänder Scala, bei den Wiener Festwochen und zuletzt an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, wo er in Elektra und Die Meistersinger von Nürnberg zu hören war.

Zukünftige Engagements führen ihn mit Elektra ans Gran Teatre del Liceu in Barcelona und für eine konzertante Aufführung von Jörg Widmanns Oper Babylon zum Concertgebouw in Amsterdam.
 
Schallplatten: Electrola, DGG ("Wozzeck"), Philips (Gunther in "Götterdämmerung", Moses in "Moses und Aron" von Schönberg), DGG ("Lulu"), Decca ("Der Kaiser von Atlantis" von Ullmann).

Management

Worldwide

Artist Manager
 
 
 
 
Boris Orlob
Managing Director
boris@orlob.net 
Mobil: +49-172-8 51 55 14

News

Faust-Theaterpreis für Lebenswerk an Bassbariton Franz Mazura
Der österreichische Opern- und Konzertsänger Franz Mazura wird mit dem "Faust"-Theaterpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Deutsche Akademie der Künste nannte den 91-jährigen Bassbariton einen vielseitigen Künstler mit einer großen stimmlichen Leistung sowie einem herausragenden schauspielerischen Talent.
Außerdem wurden die Nominierungen für den diesjährigen Theaterpreis bekanntgegeben. Unter anderem wurden die Choreographin Bridget Breiner vom Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und die Sängerin Elena Sancho von der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg vorgeschlagen. Der "Faust" gilt als wichtigster deutscher Theaterpreis. Er wird im November zum 10. Mal im Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken verliehen.
Download (High Resolution) 
X
loading...